Persenning nähen - Teil 2

Mit der neuen (alten) Pfaff Nähmaschine 362 ging es doch schon deutlich besser voran. In der Verkaufsanzeige und auch in Nähforen wird sie als DIE Haushaltsmaschine angepriesen, die einer Industrienähmaschine nahe kommt. Naja... soweit würde ich jetzt nicht gehen. Sie macht einen ganz robusten Eindruck und man merkt, dass sie deutlich mehr Kraft hat, als z. B. meine Janome. Aber ein Bootsverdeck zu nähen ist nunmal der Job eines Sattlers und bedarf idealerweise eine Sattlermaschine. Da kann auch die Pfaff nicht mithalten. Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mir diese Arbeit noch einmal antun möchte.

Um im Vorfeld zu verstehen, wie das überhaupt mit der Fensterfolie funktioniert, haben wir uns einen Dummy erarbeitet.

 Doppelseitiges Klebeband ist sehr hilfreich, um die Fensterfolie zu fixieren. Das lässt sich danach wieder einfach entfernen.



Voilá, wir haben den Durchblick. Im Kleinen funktioniert das schon mal ganz gut.


Wohin mit der Nahtzugabe, damit es nicht knubbelig wird? Weg damit.

Endlich kommen diese Klammern aus meiner Erstanschaffung fürs Quilten mal zum Einsatz.  Die waren sehr nützlich.            












Die Nahzugabe liegt nun sehr schön flach,.



So nach und nach ensteht das neue Verdeck.

Bis auf das Fenster für Steuerbord und ein paar Kleinigkeiten ist das Verdeck fertig.(Nachtrag: mittlerweile ist es komplett fertig!)
Jetzt muss es nur noch passen. Leider ist Lily noch nicht soweit, dass wir es montieren können. Also wurde die Persenning locker zusammengerollt und sorgsam auf meinem Quiltständer gelagert.




Mein Fazit: Da unser Bootsverdeck keine komplexe Form hat, war es für uns als Laien überhaupt nur möglich, das umzusetzen. Da wir kein Gestänge benötigen, wird die Befestigung problemlos über die Bühne gehen. Die Drehverschlüsse des alten Verdecks sind leider völlig verpilzt und können nicht mehr verwendet werden, Deshalb haben wir uns für die Befestigung mit Tenax entschieden.

Jedem Laien, der dieses Abenteuer starten möchte, sei gesagt, dass es mindestens eine kraftvolle Nähmaschine und viel Geduld braucht. Immer wieder hat sich gezeigt, dass das Probenähen von kleineren Teile problemlos geht, es aber dann unlustig wird, wenn man die Riesenteile durch die Maschine schiebt. Da kommt der Transport der Maschine an die Grenzen und die Nähte werden nicht mehr ganz so gleichmäßig, wie gehofft.

Juchhuuu, ich habs geschafft!

Grüße von Petra



This entry was posted on Sonntag, 8. März 2015 and is filed under . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response.

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